Ehepaar stellt Fotos und Zeichnungen aus

"Das Kulturamt der Stadt Königswinter eröffnete im Rathaussaal in Oberpleis eine weitere Ausstellung. Juliane und Gunnar Staack aus dem Stadtteil Berghausen zeigen auf dieser Ausstellung Zeichnungen, Drucke, Fotos, Collagen und Objekte. Der Leiter des Schul- und Kulturamtes, Peter-Josef Kneiseler, betonte, dass es sich bei dieser Ausstellung um die vierte in diesem Jahre handelt. Neu sei, dass zum ersten Male ein Künstlerehepaar seine Werke ausstelle. Beide setzen sich, so betonte Kneiseler, mit Vorliebe mit Gottes freier Natur auseinander. Sie wollen durch ihre Künste und durch die dabei gewonnenen Erkenntnisse Entwicklungen und Veränderungen in der Natur entdeckbar oder wiederentdeckbar gestalten, um sie ihren Mitmenschen zur wesentlichen Bereicherung unser aller Leben vermitteln.

Juliane und Gunnar Staack gaben der Ausstellung das Thema 'Veränderung', was eine Vielzahl von Deutungen zulässt. Juliane Staack, vor 29 Jahren im Kreis Kleve geboren, ist gelernte Verwaltungsangestellte. Neben ihrem Beruf besuchte sie die von der Künstlergruppe 'Semikolon' in Duisdorf veranstalteten Wochenendakademien. Im Rahmen einer von dieser Künstlergruppe arrangierten Gruppenausstellung zeigte sie bereits mehrfarbige Linoldrucke. Seit Oktober 1976 studiert sie diese Kunst an der Fachhochschule Köln. In der noch verbliebenen Freizeit beobachtet sie Bäume, Steine, Knochen und Pilze.

Ihre künstlerische Aufgabe sieht sie darin, wie sie in einem Gespräch mit der Presse verlauten ließ, ihre beim Beobachten dieser Gebilde gewonnenen Erkenntnisse bildlich darzustellen. 1975 heiratete sie den in Riga geborenen Gunnar Staack. Er studierte bis 1960 an der Technischen Universität Berlin-Charlottenburg Architektur. Diesen Beruf übt er auch heute noch in Bad Godesberg als Stadtplaner und Forscher aus. Nebenbei versucht er sich als künstlerischer Fotograf. Gunnar Staack hat die Absicht, mit seinen Fotos den Blick wieder auf die Reize der Natur zu lenken. Die Ausstellung ist bis zum 2. Oktober zu sehen; wochentags zu den üblichen Dienstzeiten der Verwaltung, zudem samstags von 16 bis 19 Uhr und sonntags von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr."

Bild von 1977
Foto und Text: Günther Steeg
Quelle: Siebengebirgs-Zeitung September 1977
Zur Verfügung gestellt von Friedrich Müller

Raum: Kulturelles Vitrine: Ausstellungen
Raum: Presseberichte 1 (bis 1989) Vitrine: Siebengebirgs-Zeitung 1 (bis 1989)
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