"Der 25. Abiturentlassjahrgang hatte schon so seine Besonderheiten: Gestartet war man in Klasse fünf erst- und einmalig am Gymnasium am Ölberg in Oberpleis mit 130 Schülerinnen und Schülern und somit fünfzügig. Nun stellten sich die 61 mit dem Reifezeugnis ausgestatteten Absolventen des Abiturs die Frage 'Elite oder kläglicher Rest?' Schulleiter Klaus Breuer, der neben der stellvertretenden Bürgermeisterin, Gisela Gärtner, auch H.P. Giesen von der Stadtverwaltung unter den Ehrengästen begrüßen konnte, stellte manche kritische Frage für den weiteren Lebensweg 'seiner' Zöglinge und ließ Dinge wie Erfolg in sehr differenzierter Betrachtungsweise auftreten.
'Warum sollen Menschen moralisch sein', war nicht die einzige ketzerische These, die er in seiner Rede aufstellte und sie dennoch mit der Hoffnung verband, dass die Schüler in der Verweilzeit gelernt hätten: Wissen ist nicht alles, aber ohne Wissen ist alles nichts. Verbunden mit dem Wunsch, gute Erinnerungen an die Schulzeit mitzunehmen und hinauszutreten in eine Welt, in der es sich zu leben lohnt, zeigte er seine Verbundenheit zu jedem einzelnen der Schüler.
Gisela Gärtner überbrachte die guten Wünsche der Stadt und gratulierte Schülern wie Eltern zum erfolgreich bestandenen Abitur. Die Sprecher der Abiturienten, Andreas Welters und Christian Klenner, hatten ihre Ansprache dem Wörtchen 'schwierig' gewidmet, das sie dann auch 23 Mal in unterschiedlichstem Zusammenhang auftauchen ließen. Ihr besonderer Dank ging neben Direktor Breuer an den Stufenleiter, den Oberstufenkoordinator sowie an den Hausmeister und die Sekretärin der Schule. Ihr Fazit schließlich: 'Wir waren vielleicht nicht die Besten, aber die Lustigsten.'
Aus der Sicht der Eltern schilderte Rosemarie Sperr-Lohner die vergangenen Jahre, die nun im Abitur der Schüler zwar einerseits einen Abschluss, gleichzeitig aber auch einen Neubeginn finden. Zehn der Absolventen haben einen Notendurchschnitt von unter 2,0 erreicht, wobei Frank Miebach für die beste Leistung mit 1,0 ausgezeichnet wurde. Nach dem Ableisten des Zivildienstes will er Mathematik studieren. Andreas Welters wurde für sein besonderes soziales Engagement ausgezeichnet und Winfried Feldhaus für besondere Leistungen in den Naturwissenschaften, insbesondere in der Physik. Musikalisch wurde die Feier von Solisten des Abiturjahrgangs gestaltet."
|