Werner Buchholz wurde 1937 in Mönchengladbach geboren. Seinem Onkel, Prälat Peter Buchholz, gehörte damals schon die Eisbacher Kapelle 'Zur Rosenkranzkönigin'. Als Prälat Buchholz 1963 stirbt, vermacht er seinem Patenkind, Prälat Peter Buchholz jun., Werners älterem Bruder, die Sorge um die Kapelle. Seit frühester Kindheit fühlte Werner Buchholz sich mit Eisbach verbunden und verbrachte dort seine Ferien. Er entschied sich schon früh, Priester zu werden, um auf diese Weise dazu beizutragen, dass die Welt etwas menschlicher werde. Nach Studien in Bonn, Innsbruck und Aachen wurde er am 25.7.1964 in seiner Heimatpfarrei St. Clemens in Süchteln zum Priester geweiht. 35 Jahre war er an St. Kastor in Alsdorf tätig, zunächst als Kaplan, später als Pfarrer. Nach dem Tod seines Bruders Peter übernahm er 1996 von ihm die Sorge um die Eisbacher Marienkapelle 'Zur Rosenkranzkönigin' und zog im Ruhestand 2002 nach Eisbach. Da Pfarrer Buchholz vorerst der letzte Priester aus Eisbach sein wird - 18 Priester und Ordensleute gingen seit der Erbauung der Kapelle aus dem Ort hervor - sorgt seit 2010 die von ihm mitgegründete Stiftung Eisbacher Marienkapelle für die Pflege und den Erhalt der Kapelle.
Die Eisbacher schenkten Pfarrer Buchholz zum Jubiläum eine auf Nonnenwerth gefertigte Mantelalbe mit drei Stolen zum Wechseln. Ein ganz besonderes Geschenk machte ihm der Kirchenvorstand von St. Pankratius Oberpleis: Im Festzelt verkündete der geschäftsführende Vorsitzende Hans-Gerd Schlangen, dass der Stolz der Kapelle, die Strahlenkranzmadonna auf dem Hochaltar, endgültig in den Besitz der Kapellenstiftung gehen solle. Um diese Strahlenkranzmadonna, die Maria Amélie Gräfin von Luxburg Prälat Peter Buchholz senior aus Dankbarkeit vermacht hatte, war nach ihrem Tod ein heftiger Streit entbrannt, der nach 15 Jahren damit endete, dass die spätgotische 'schöne Madonna' als Dauerleihgabe der Pfarrei St. Pankratius in der Eisbacher Kapelle aufgestellt wurde. Wenn das Generalvikariat zustimmt, gehört die Madonna dann endlich wie von der Gräfin beabsichtigt in die Eisbacher Kapelle."